Sichtbar sein. Verbinden. Bewegen. Wie Soleil Ndongala den Wiener HipHop Ball mitgestaltet

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3 Minuten

Er ist Moderator, Entertainer, Community-Builder – und Host des Wiener HipHop Balls 2026: Soleil Ndongala hat viele Talente, aber eines eint sie alle – seine Leidenschaft für echte Verbindung. Bühne oder Backstage, große Hallen oder kleine Formate: Soleil schafft Räume, in denen Menschen nicht nur gesehen, sondern auch verstanden werden.

Geboren 1988 in der Demokratischen Republik Kongo, kam Soleil im Alter von fünf Jahren nach Deutschland. Er war lange Zeit der einzige Schwarze in deutschen TV-Redaktionen. „Ich hatte niemanden, mit dem ich offen darüber sprechen konnte, was ich da erlebe“, erinnert er sich. Also schwieg er – vorerst. Spätestens mit der Geburt seiner Tochter änderte sich das. „Ich wollte, dass sie in einer Welt aufwächst, in der Hautfarbe keine Rolle spielt. In der der Mensch zählt. Punkt.“

Aus dieser Haltung heraus entstand das Black Collective – Rhythm & Comedy. Kein Schnellschuss, sondern das Resultat persönlicher Erfahrungen, gesellschaftlicher Beobachtungen und kreativen Mutes. „Ich wollte einen Raum schaffen, in dem wir uns gegenseitig pushen, ehrlich austauschen und gemeinsam wachsen können.“ Der Fokus: Sichtbarkeit. Zusammenhalt. Chancen. „Nicht gegeneinander, sondern miteinander.“

Humor als Türöffner

Soleil ist Moderator mit Haltung. Für ihn ist Humor kein Selbstzweck, sondern ein Instrument. „Comedy erlaubt es, Dinge auszusprechen, die sonst unbequem wären. Wenn Menschen lachen und danach kurz nachdenken – dann habe ich alles erreicht.“ Seine Themen? Identität, Herkunft, Integration – immer mit einem Augenzwinkern, immer nahbar.

Dabei legt er Wert auf Authentizität statt Belehrung. „Empowerment darf sich nicht schwer anfühlen. Es muss ehrlich sein. Echt. Das berührt mehr als jede Pointe.“ Soleil übersetzt das, was ihn bewegt, in Formate, Events oder Bühnenmomente – mit Haltung, aber ohne Pathos.

HipHop als Haltung

Musik ist für ihn nur ein Teil des HipHop-Kosmos. „HipHop ist für mich eine Haltung. Es geht um Selbstermächtigung – ‚Mach dein eigenes Ding‘, auch wenn die Umstände dagegen sprechen.“ HipHop, so beschreibt er es, sei für ihn „Community, Ausdruck, Widerstand und Kreativität zugleich“. Eine Energie, die ihn seit seiner Jugend begleitet – und in seinem Schaffen spürbar ist.

Bühne trifft Werte: Der HipHop Ball

Soleil ist 2026 erneut Host des Wiener HipHop Balls – und beschreibt die Rolle als „große Ehre und Verantwortung zugleich“. Für ihn ist der Ball mehr als ein Event: „Er ist ein kultureller Meilenstein, der Tradition und Zeitgeist verbindet – mit Stil, Respekt und Relevanz.“ Dass der HipHop Ball ihn für diese Rolle ausgewählt hat, ist für ihn Zeichen von Vertrauen – und kultureller Anerkennung.

Was den Ball für ihn besonders macht? „Hier trifft Eleganz auf Street, Tradition auf Kultur, Ballsaal auf Beats. Es geht nicht darum, HipHop anzupassen – sondern ihm den Raum zu geben, den er verdient.“

Gute Moderation? Ist Verbindung!

Als Moderator sieht sich Soleil als Brückenbauer. „Ich bin nicht nur der mit dem Mikrofon. Ich lese den Raum, höre zu und verbinde.“ Zuhören, reagieren, präsent sein – das ist für ihn gute Moderation. „Authentizität schlägt perfekte Sätze. Es geht um die Menschen – nicht um den Moderator.“

Von Köln nach Wien – und weit darüber hinaus

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Bereich Medien, Moderation und Empowerment-Events ist Soleil heute nicht nur in Österreich aktiv, sondern weit über den deutschsprachigen Raum hinaus vernetzt. In seinem Lebenslauf liest man Stationen wie ZDF, ProSieben oder RTL – aber auch freie künstlerische Arbeiten, Community-Formate und Keynotes auf Kongressen.

Ob als Speaker, Host oder Creative Director: Soleil steht für eine Haltung, die nahbar ist – und Wirkung zeigt. Und genau deshalb ist er beim HipHop Ball mehr als nur Host: Er ist Stimme, Vermittler, Impulsgeber. Oder, wie er es selbst formuliert:

„HipHop ist nicht, woher du kommst. Es ist, wie du gehst.“

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